Band

Die Musik von AENEAS verbindet Rock, Electronica und Elemente aus der klassischen Musik. AENEAS selbst bezeichnen ihren Stil als Epic Rock.
Von Kritikern als “einer der interessantesten Newcomer in diesem Genre und aus Deutschland” geadelt, schaffen es die vier Musiker fließende Übergänge zwischen „gute[m] Altbekannte[m] und spannendem Neuen“ zu kreieren. (Andreas Schiffmann, musikreviews.de).
In ihren Live-Shows werden die Songs der Band durch Videoprojektionen unterstützt. Hier fügen sich Musik und visuelle Elemente zu einem atmosphärisch dichten Gesamtkunstwerk zusammen.
Im anschließenden Interview stehen AENEAS zu ihrer Musik und ihrem 2015 veröffentlichten Debut „New Renaissance“ Rede und Antwort.

Hallo und danke, dass Ihr Euch die Zeit für dieses Interview genommen habt.

Ben Eifert: Ja klar, ist uns eine Freude.

Wie seid ihr auf den Namen AENEAS gekommen? Was bedeutet das?

_D8E2274__Foto von Karl Holzhauser
Ben Eifert: AENEAS ist eine Figur in der griechisch-römischen Mythologie. Der Sage nach soll er mit einer kleinen Schar Überlebender aus dem brennenden Troja entkommen und auf der Suche nach einer neuen Heimat auf eine lange beschwerliche Reise aufgebrochen sein. Diese Irrfahrt fand schließlich da ihr Ende, wo heute Italien ist, und AENEAS gilt als Stammvater der Römer.
Als Bandnamen fanden wir ihn eben wegen seiner Symbolik gut. AENEAS erlebt die totale Vernichtung seiner Welt und ist von da an mit seiner Gefolgschaft auf der Suche nach einer neuen Heimat. Diese findet er auch und legt dort den Grundstein für etwas Neues, Großartiges…

Stefan Krause: …naja und Rock ist eh schon halbtot und tausendmal geklont und die Aufgabe etwas Neues zu kreieren ist für uns eine verdammt lange und anstrengende Reise!

Ben Eifert: Genau! AENEAS verkörpert quasi die Suche nach Musik, die neu, aber dennoch vertraut klingt und einen angenehmen Kontrast zur Kurzlebigkeit in der aktuellen Unterhaltungslandschaft anbietet.

In welche Musikrichtung würdet ihr euch einordnen?

Maxx Hertweck: Wir sind definitiv im Rockbereich einzuordnen, wer jetzt aber gewöhnlichen Alternative- oder Hardrock erwartet, wird relativ schnell eines Besseren belehrt. Unsere Songs hören sich eher wie eine Fusion aus Rock und Filmsoundtracks an und sind sehr komplex arrangiert. Dabei achten wir aber immer darauf niemals die Melodie aus den Augen zu verlieren.

Stefan Krause: Wir selbst haben uns die Bezeichnung „Epic Rock“ ausgedacht, weil unser Sound einfach groß und orchestral, eben episch ist.

Wie würdet ihr eure Musik beschreiben?Stefan_4zu3

Stefan Krause: Unsere Musik ist sehr vielschichtig und bezieht ihre Einflüsse und Inspirationen aus verschiedensten Musikgenres. Das kommt wohl daher, dass wir alle sehr unterschiedliche musikalische Vorgeschichten haben. Maxx und Ben haben viel in Rock- und Metalbands gespielt, wohingegen ich eher aus dem Popbereich komme. Alle zusammen lieben wir klassische Musik und Filmsoundtracks. Da kommen schon einige Einflüsse zusammen!

Maxx Hertweck: Manchmal finde ich es fast schon verwunderlich, dass das ohne größere Konflikte zu guter Musik führt! Der Grund dafür ist wohl, dass wir alle zusammen eine große Vorliebe teilen: die Liebe zu Bands wie z.B. Queen oder Muse, die es geschafft haben, großartige und anspruchsvolle Musik zu machen, viele Einflüsse miteinander zu verbinden und dennoch ein großes Publikum anzusprechen.

Wie sieht eure kreative Zusammenarbeit aus? Wie entstehen eure Songs

Ben Eifert: Unsere Songs entstehen auf unterschiedliche Weise. Oft kommt Stefan mit einem Akkordgerüst an, über das er schon ein paar Melodien gesungen hat. Anschließend erarbeiten Maxx und ich zusammen den Drum- und den Gitarrenpart. Manchmal fällt mir noch ein Refrain oder ein Zwischenteil ein, wir ergänzen uns da mittlerweile sehr gut. Dann arrangieren wir die klassischen Orchesterparts und die Keyboards aus und Giuseppe entwickelt noch seine Basslines. Wenn alles steht und sich nichts mehr reibt, lassen wir uns von der Atmosphäre des Songs inspirieren und schreiben einen Text dafür. Fast alle Songs von AENEAS sind bisher so entstanden.
Aufgrund der Komplexität unserer Musik ist es sehr wichtig, dass die Arrangements gut ausgearbeitet sind. Einige unserer Songs bestehen aus über 100 Spuren, die alle nebeneinander funktionieren und am Ende ein transparentes Klangbild ergeben müssen.

Maxx

 

Wie sehen eure weiteren Pläne aus? Wie geht ́s weiter mit AENEAS?

Stefan Krause: Momentan arbeiten wir an unserem zweiten Album das 2016 erscheinen wird und natürlich sind Konzerte in Klubs und auf Festivals geplant. Wir halten Euch auf dem Laufenden.

Vielen Dank!

 

Interview: Tanja Hoff (freischaffende Musikjournalistin)